Wir über uns

 

Die Tischtennis-Abteilung des TSV Hollen wurde am 1. Juni 1969 von Günter Otten gegründet. Er und seine Frau Hildegard Otten brachten den anfangs 8 bis 10 Hollener Kindern in den beiden Klassenräumen der nicht mehr genutzten Schule im Hollener Ortsteil Heise das Einmaleins des Tischtennissports bei, bevor zur Spielzeit 1970/71 eine Jugendmannschaft zum Punktspielbetrieb angemeldet wurde. Ein Jahr später nahm auch eine Herrenmannschaft, in der Hildegard Otten als Stammspielerin mitwirkte, an den Punktspielen im damaligen Kreis Wesermünde teil. Eine Übersicht der Vereinsmeister/innen kann hier eingesehen werden.

Einen unerwartet großen Aufschwung nahm unsere Tischtennis-Abteilung im Jahre 1975, als die Sporthalle in Hollen fertig gestellt wurde. Für damalige Verhältnisse fanden die ungefähr 25 Aktiven erstklassige Trainings- und Spielbedingungen vor und konnten ihren Tischtennissport dienstags und freitags an 4 Tischen ausüben. Hildegard Otten war es zu verdanken, dass in der Saison 1975/76 neben zwei Herren- und zwei Jugendmannschaften erstmals auch eine Damenmannschaft des TSV Hollen an den Punktspielen teilnahm. Da es damals im Landkreis Wesermünde nur ganz wenige Damenteams gab, durfte die Hollener Mannschaft in Bremerhavens Stadtliga mitspielen. Gleich in der ersten Saison wurde die Meisterschaft errungen. Aufsteigen in die Bremer Landesliga durften unsere Damen damals jedoch nicht, weil sie in Bremerhaven praktisch nur geduldet wurden. Nach diesem einjährigen Gastspiel nahm der Tischtennisbezirksverband Lüneburg das Hollener Quartett dann aber in der Bezirksklasse auf, von wo aus die Mannschaft praktisch in unveränderter Besetzung mit Hildegard Otten, Birgit BöhlkenUte Wittschen (jetzt Päsch) und Etta Jungclaus (jetzt Riesenbeck) bis in die Oberliga aufstieg und sich dort zwei Jahre halten konnte. Nachdem die 1. Damenmannschaft die vergangenen Jahre in der Verbandsliga, Niedersachsens höchster Spielklasse, verbrachte, gelang in der Saison 2010/11 sensationell der erneute Aufstieg in die Oberliga. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn am Saisonende 2011/12 musste man sich in der Relegation dem TSV Watenbüttel beim 7:7 nach Sätzen geschlagen geben. Aktuell schlägt das Team in der Besetzung Meike Regul, Ute Päsch, Ann-Kathrin Hoyer und Etta Riesenbeck in der Verbandsliga auf.

Aber auch die 1. Herrenmannschaft des TSV Hollen machte ihren Weg und ist seit der Saison 1979/80 ununterbrochen auf Bezirksebene vertreten. Nach dem damaligen Aufstieg in die 2. Bezirksklasse dauerte es sieben Jahre, bis der Sprung in die 1. Bezirksklasse gelang. Weitere sieben Jahre später, in der Saison 1993/94, gelang dem Team das erste Mal der Aufstieg in die Bezirksliga. Dem freiwilligen Rückzug nach der Spielzeit 1996/97 in die 1. Bezirksklasse folgten fünf Jahre in dieser Spielklasse, bis in der Saison 2001/2002 nach der Vizemeisterschaft und erfolgreichem Relegationsspiel in Drangstedt erneut der Sprung in die Bezirksliga gewagt wurde. In der aktuellen Spielzeit kämpft das Team um den Klassenerhalt in dieser Liga.

Für den größten sportlichen Erfolg in der nunmehr 45-jährigen Geschichte der Hollener Tischtennis-Abteilung sorgte in der Saison 2004/2005 unsere  Mädchenmannschaft mit Sandra BöhlkenJana HollmannAnn-Kathrin Hoyer und Julia Mehrtens mit ihrem Trainer und Betreuer Ansgar Telge, die in der Niedersachsenliga mit 41:3 Punkten den Titel holte und bei den Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften immerhin Sechster wurde.

Diese Mannschaft hat danach in fast identischer Besetzung (Rabea Grottian ersetzte die ausgeschiedene Julia Mehrtens) den Durchmarsch von der Damen-Bezirksliga (2005/2006) bis in die Damen-Verbandsliga (2009/2010) geschafft. Damit spielten erstmals in der Geschichte des Tischtennis-Kreisverbandes Cuxhaven zwei Damenteams aus einem Verein in der höchsten Niedersächsischen Spielklasse. In der Saison 2010/11 folgte jedoch der Abstieg in die Landesliga.

Inzwischen ist unsere Tischtennis-Abteilung auf 10 Mannschaften (5 Herren-, 3 Damen- und 2 Schüler/innenmannschaften; Stand: 01.07.2016) angewachsen, wobei wir stolz darauf sind, dass die viele unserer Spielerinnen und Spieler bei uns in Hollen das Tischtennisspielen erlernt haben. So legen wir auch heute noch großen Wert auf die Jugendförderung, wofür mit Ansgar Telge ein lizenzierter Trainer bereit steht, welcher zusätzlich regelmäßig durch Ann-Kathrin Hoyer, Rabea Grottian, Hans-Peter Nitsche, Andre Prigge, Lutz Wilke und Mirco Päsch unterstützt wird. Die ersten Früchte trug die intensive Trainingsarbeit in der Form, dass sich mehrere Kinder bei den Kreisminimeisterschaften in den Jahren 2015 und 2016 derart gut präsentierten, dass einige auch bei den Bezirksminimeisterschaften teilnehmen durften. Hier gelang im Jahr 2016 sogar zwei Spielerinnen der Sprung zu den Landesminimeisterschaften in Braunschweig.

Günter Otten, der am 2. Juli 2010 nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben ist, führte unsere Tischtennis-Abteilung von 1969 bis 1980 in hervorragender Weise, bevor er die Leitung an Arno Päsch übergab. Dessen größtes Anliegen war es, für die aktiven Spielerinnen und Spieler eine größere und modernere Sporthalle in Hollen zu errichten, denn ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb war zuletzt nicht mehr möglich in der viel zu klein gewordenen alten Halle. Nach über 10-jährigem Kampf um die Zustimmung der Gemeinde Hollen und vor allem um die finanziellen Mittel konnte mit dem Bau unserer neuen Sporthalle (30 x 15 m) im Januar 2003 endlich begonnen werden. 19 Monate und weit über 5.000 unentgeltliche Arbeitsstunden später konnten Ende August 2004 in unserem neuen Schmuckkästchen die ersten Bälle über die Netze der neun Tischtennis-Tische geschlagen werden. Inzwischen haben wir schon zahlreiche offizielle Veranstaltungen wie die Kreispokal-Endspiele, die Offenen sowie die Seniorenkreismeisterschaften der Damen und Herren sowie Ranglistenturniere der Jugend in Hollen durchführen können. Wir würden uns freuen, wenn noch weitere Veranstaltungen dieser Art hinzu kommen.

Am 30.01.2015 stellte Arno Päsch im Rahmen der Jahreshauptversammlung seinen Posten als Abteilungsleiter freiwillig zur Verfügung, da er zum einen 2011 seine aktive Tischtenniskarriere beenden musste und zudem nach 35 Jahren den Zeitpunkt gekommen sah, den Stab an die nächste Generation weiterzureichen. Sein designierter Nachfolger und Neffe Mirco Päsch wurde von den Mitgliedern der Versammlung einstimmig gewählt. Als eines seiner Hauptanliegen hat sich der neue Fachwart die Förderung des Tischtennisnachwuchses auf die Fahne geschrieben, um die Zukunft der Abteilung sicherzustellen.

 

 

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